Azoren – Almerimar , 6.6.10 – 16.6.10

Mo, 7.6.10    Etmal: 120.4nm (1330-1200 UTC);         noch 955 von 1050nm

 

Zmo/Zmi: Brötchen, selbstgebackenes Brot, Fleisch, CH-Käse, …auf der Polaris   

Zna: Nudeln mit Poulet und Gemüse  Zwipf: Reiswaffeln    Zmo: Früchte

Gesichtet: Delfin, Schiffe, Speedfähre mit 30kn

Geangelt: Meeresvogel {#emotions_dlg.fear} 

 

Eigentlich wären wir noch gerne etwas länger auf der Polaris gehöckelt. Doch weil wir heute noch los wollen, geht das leider nicht. Zurück auf dem Schiff sind Schlauch, Elektrokabel, etc. schnell verstaut. Bevor wir endgültig loslegen laden wir noch schnell ein aktuelles Wetterfile runter. Gerade heute ist bei der ganzen Mailasailsache der Wurm drin. Wir können weder noch E-mails verschicken, Wetterdaten empfangen noch den Blog updaten. Was für ein schlechtesTiming! Ohne Wetterdaten wollen wir den Hafen nicht verlassen. Also laden wir einen anderen gratis Wetterservice vom Internet herunter, den wir, falls Mailasail sich nicht erholt, benützen können. Die amerikanische Software ist vergleichbar mit dem bisherigen. Es braucht einfach etwas länger um die Daten herunter zu laden. Zum Glück haben wir auf dem Satelittentelefon noch viele Minuten übrig.

Um halb zwei verlassen wir den Hafen. Bis nach Gibraltar sind es 1050nm. Wenn das Wetter stimmt, wollen wir sogar direkt durch die Strasse hindurch fahren. Sonst machen wir kurz davor einen Stopp, z.B. in Cadiz.

Martin und ich haben bei der Abfahrt ein mulmiges Gefühl, weil wir es bei der Vorbereitung ziemlich locker genommen haben. Dies sicher auch darum, weil wir im Gegensatz zu den Seglern die nach England hoch wollen, eine einfachere Route vor uns haben. Ausser Magdalenas haben wir aber bis jetzt nichts Fehlendes bemerkt.

Es hat mehr Wind als vorausgesagt und wir kommen schön voran. Wir segeln entlang von der Insel Pico und geniessen die Aussicht auf den Vulkankegel und die grünen Wiesen.

Heute Morgen haben wir beide Mühe aufzustehen. Das wird eine Weile gehen bis wir wieder im Seglerrhythmus sind.

Mit den andern Segelschiffen läuft eine Wette wer die meisten und wer den grössten Fisch fängt. Den Preis für den kuriosesten Fang hätten wir auf sicher. Ein Vogel hat heute leider angebissen.

Spruch des Tages:

Hat der Fisch statt Schuppen Gefieder,

sind wir beim Angelcontest mit Bestimmtheit Leader.

 

 

Di, 8.6.10    Etmal: 146nm;           noch 817 von 1050nm

 

Zmi: Salat mit Eingeklemmten    Zna: Curry mit Reis     Zwipf: -   Zmo: Früchte und Müesli

Gesichtet: Delfine, Lichter von Sao Miguel, Meeresvögel         

Geangelt:  -

 

Interessant, dass jetzt mit dem Mailasail plötzlich wieder alles funktioniert. Wir sind froh darum. Obwohl wir letzte Woche immer früh auf waren, ist es am Abend manchmal spät geworden. Den ganzen Tag wechseln wir uns darum ab mit Nachschlafen.

Zweimal schauen Delfine vorbei, Schiffe hat es keine mehr. Als wir den Köder einholen, hängen Quallenfäden daran. Falls diese von einer portugiesischen Galeere sind, sind die Fäden äusserst giftig. Darum ziehen wir den Köder mit kurzer Leine am Schiff nach, dass die Fäden sich lösen können. Beim Bergen des Grosssegels kommt dabei die Leine ins Ruder. Sie lässt sich nicht lösen, so dass wir sie abschneiden. Das hat wenig genützt. Wir schleppen den Köder immer noch nach. Hoffentlich löst sich das Problem über die Nacht von selbst.
Wir haben heute Morgen noch gar nicht nachgeschaut. Draussen ist es mal wieder kalt und nass. Da bleibt man lieber drin.

Es bläst den ganzen Tag. Die Windrichtung und Stärke variiert aber so stark, dass man ständig am Rädchen der Windfahne drehen muss. Das ist etwas mühsam.

In der Nacht frischt der Wind auf 28kn auf. Da wir vor dem Wind fahren können, lässt sich das gut meistern. Oft denken wir an Cantare und Co, die in Richtung England unterwegs sind. Sie müssen am Wind segeln, das ist viel härter.

Spruch des Tages: 

Cantare, Starfire und Silver Bear,

die müssen in den Norden,

das ist schwear.

 

 

Mi, 9.6.10    Etmal: 145nm;           noch 677 von 1050nm

 

Zmi: Hot Dogs    Zna: Curry mit Reis     Zwipf: -   Zmo: Früchte, Brot, Rührei

Gesichtet: ein paar Meeresvögel  

Geangelt:  - , haben es bleiben lassen

 

Der Tag präsentiert sich grau in grau. Es bläst mit 6Bf und die Wellen haben sich mächtig aufgebaut. Im Surf auf einer riesigen Welle stellen wir den Geschwindigkeitsrekord auf. 13.4kn, das ist die doppelte Rumpfgeschwindigkeit! Mit der Zeit hat man aber die grossen Brecher schon satt. Wir haben uns die Route bis nach Gibraltar lockerer vorgestellt.

Weil es draussen wieder kalt und nass ist, hängen wir in der Koje rum. Leider ist der Boden jetzt schon wieder so nass, dass man nicht mehr in den Socken rumspazieren kann. Das macht es weniger gemütlich. Das einzig Positive an diesen Verhältnissen ist, dass wir gut vorankommen. Doch hoffen wir sehnlichst auf Sonnenschein, damit wir wieder trocknen und Balkonien geniessen können.

Spruch des Tages: 

Ist der Boden rutschig nass,

macht es drinnen keinen Spass.

 

 

Do, 10.6.10    Etmal: 134.6nm;    noch 553 von 1050nm

 

Zmi: Nudeln mit Ratatouille    Zna: Ravioli     Zwipf: -   Zmo: Früchte, Müesli

Gesichtet: viele distelähnliche Seegewächse mit Muscheln daran       

Geangelt:  - , ausser Betrieb

 

Am Mittag scheint die Sonne wieder. Im besseren Licht sehen die Wellen gerade harmlos aus. Ich versuche am Nachmittag im Cockpit zu lesen. Doch nach der zweiten Welle die ins Cockpit wäscht, gebe ich wieder auf. Während des Nachmittages gelingt es uns trotz den Wellen einige Tücher zu trocknen. So bringen wir etwas Feuchte aus dem Schiff.

Der Wind hat etwas nachgelassen. Leider hat er sich etwas mehr nach Norden gedreht, dass wir höher an den Wind müssen. Wir wollen uns aber in keinem Fall beklagen, 70 Grad am Wind lässt sich gut segeln. Über die Nacht gibt es dann wieder mehr Wind, der nach achtern dreht. Die Nachtwache ist ziemlich eintönig. Kurs beobachten, Windpilot justieren, Ausblick halten, wobei wir kein einziges Schiff ausmachen können. In Martins Nachtwache sorge ich wenigstens ein bisschen für Unterhaltung. Im Schlaf kümmere ich mich nämlich noch rund ums Schiff. So meinte ich zum Beispiel letzte Nacht, dass unser Hafenplatz schon ziemlich übel sei, wenn es so viel Schwell habe. Es wäre höchste Zeit etwas zu unternehmen.

Wenn Martin seinen Schlaf gefunden hat, hört man von ihm leider nichts mehr.

 

Spruch des Tages: 

Fliegt einem die Gischt um die Ohren,

müssen wir garantiert nicht motoren.

 

 

Fr, 11.6.10    Etmal: 134.7 nm;    noch 426 von 1050nm

 

Zmi: Gefüllte Bola Levedo (port. Fladenbrot)    Zna: Schinken mit Ratatouille-Nudeln    Zwipf: -

Zmo: Früchte, Cornflakes

Gesichtet:  distelähnliche Seegewächse  

Geangelt:  - , ausser Betrieb

 

Martin der sich der Aufgabe hingibt, die Genua stets perfekt zu trimmen wird vom Wind ziemlich an der Nase herumgeführt. Kaum ausgerollt steigt der Wind wieder von 14kn auf 25kn und umgekehrt. Das Wetter ist genau so wechselhaft. Gegen den Nachmittag lösen sich die Wolken auf. Bei Sonnenuntergang kommen dann schon wieder Wolken auf. Mitten in der Nacht ist es meist einmal sternenklar, bis dann die nächste Wolkenfront anrückt. Diesen Wolkenkreislauf verfolgen wir seit mehr als zwei Tagen. Leider können so unsere Solarzellen nicht ihre volle Leistung bringen, weshalb wir gestern mit dem Motor die Batterien laden mussten.

Wind und Wellen haben etwas abgegeben, trotzdem wird das Cockpit hin und wieder voll gespritzt. Der verbliebene Schwell ist 150m lang und 4m hoch, um auch mal mit Zahlen herumgeschlagen zu haben. Diese lang gezogenen Wellen reitet Ranja aber ruhig ab.

Langsam aber sicher sind wir wieder in unserm Schichtrhythmus drin. Wir lesen oft und ruhen uns am Tag auch genügend aus, damit wir in der Nachtschicht nicht einschlafen. Ich freue mich sehr aufs Mittelmeer, wo es dann hoffentlich wieder wärmer ist. Ich habe die Stiefel und das Regenzeug nämlich ziemlich satt.  

 

Spruch des Tages: 

Kaum lässt man die Windfahne aus den Augen

kann man den Kurs rauchen.

 

 

Sa, 12.6.10    Etmal:  144.1 nm;  noch  291 von 1050nm

 

Zmi: Gefüllte Bola Levedo  Zna: Stocki mit Albondigas   Zwipf: Ositos de Oro

Zmo: Rührei mit Speck

Gesichtet:  fliegende Fische, viele Flugzeugkondensstreifen, Tanker   

Geangelt:  - , ausser Betrieb

 

Am Mittag beginnt es heute zu regnen. Nachdem die Wolken durchgezogen sind, frischt der Wind wieder auf. Den ganzen Tag rasen wir mit zweitem Reff im Gross und eingerollter Genua mit 6kn dahin. Ranja lässt uns spüren, dass sie aus einem Rennstall kommt. Je länger es bläst, desto zickiger werden die Wellen. Wieder nichts mit Sünnele auf dem Vordeck! Unsere Bräune geht langsam flöten, während ihr zu Hause schön Sonne tankt. In der Nacht sieht Martin erstmals wieder einen Tanker. Auch die Kondensstreifen am Himmel lassen erkennen, dass wir uns der Zivilisation wieder nähern. Auch heute Morgen hat der Wind nicht abgegeben. Einmal mehr gilt, "speed against comfort". Da wir möglichst bald Land sichten wollen, nehmen wir die grössere Krängung, die hereinwaschenden Wellen einmal mehr in Kauf.

Heute soll der Anpfiff der WM sein. Wäre super, wenn ihr uns über SMS updaten könnt. Unser Ziel ist wenigsten ein Spiel zu sehen. Das am 16., und zwar in einer spanischen Beiz!

Heute überlassen wir das Reimen der Speckpackung vom Zmorge.

 

Spruch des Tages: 

Com MARION

é sempre bom!                                                

 

 

So, 13.6.10    Etmal:  141.1 nm;  noch 161  von 1050nm

 

Zmi: Eierschwammerlnsuppe mit Brot  Zna: Chilli mit Couscous   Zwipf: selbstgeröstetes Popcorn    Zmo: Cornflakes mit Früchten

Gesichtet:  10 Frachter, ein paar Vögel, ein toter Kalmar an Deck     

Geangelt:  - , ausser Betrieb

 

Der Wind ist böig wie noch nie. Martin rauft sich beinahe die Haare aus beim Kurshalten. Das Wetter ist wieder ziemlich wechselhaft, mit gelegentlichen Regenschauern. Dieses Wetter lockt uns wieder nicht ins Cockpit. Darum bleibt auch der Angelhaken drin. Mein Versuch Tücher zu trocknen scheitert kläglich. Wir haben es uns gemütlich eingerichtet im Mitschiff. Die selbstgemachten Popcorn sind ein willkommener Zeitvertreib. Auch über die Nacht muss ich den Kurs ständig anpassen. Erst in Martins Schicht pendelt sich der Wind langsam ein. Je näher wir uns der Küste nähern, desto mehr Frachter entdecken wir. Momentan fahren wir durch die Einreihungszone des Verkehrstrennungsgebiets um das Kap Sao Vincente an der Südwestspitze Portugals. Die zahlreichen Frachter ordnen sich wie durch einen unsichtbaren Kamm, in die verschiedenen Bahnen des Verkehrstrennungsgebiets ein. Wir können dieses Geschehen live am AIS-Bildschirm mitverfolgen und am Funk hören wir Radarcontrol.

Als nächste Hürde müssen wir das gefürchtete Kap umrunden. Wir merken jetzt schon, dass die Wellen zickiger werden. Zum Glück sind die Windprognosen nicht allzu wild.

Unser anvisiertes Ziel, die Strasse von Gibraltar werden wir ohne Zwischenstopp durchfahren, falls wir von Ron (Zahara), unserem persönlichen Wetterberater positiven Bescheid erhalten. Er hat fünf Jahre als Meteorologe für die Royal Air Force in Gibraltar gearbeitet und wird uns aus St. Lucia beraten.

 

Spruch des Tages: 

Reihen sich die Frachter ein

muss die Strass von Gibraltar nahe sein.

 

 

Mo, 14.6.10    Etmal:  124.9 nm;  noch 41 von 1050nm

 

Zmi: Penne mit Tomatensauce     Zna: Chilli mit Couscous   Zwipf: Studentenfutter    

Zmo: Rührei mit Speck

Gesichtet:  Vogalschar, Fischerboote, Frachter 

Geangelt:  12 h / -

 

Der Wind schiebt uns mit 20kn regelrecht aufs Kap zu. An der Ausrichtung der Wolken erkennt man schon von weitem, wo das Festland beginnt. Darüber türmen sich nämlich Cumulus-Wolken und entlang der Küste, in Richtung des Nordwindes, verlaufen dünne Cirrenstreifen.

Rund um das Kap erkennen wir kaum einen Unterschied. Wellen und Wind bleiben verblüffenderweise ausgewogen. Plötzlich kommt eine riesige Vogelschar, die aufgeregt ums Schiff kreist und sich über unserem Angelköder ausrichtet. Die haben uns scheinbar falsch verstanden: Wir wollen Fisch, kein Gefieder! Wir beobachten diese guten Flieger sehr gerne beim Gleiten, sind aber froh, als sich die Ansammlung wieder auflöst. Zum Glück sind alle Tauchversuche misslungen, und jene Tiere die den Silch gestreift haben, sind mit einem Krächzen davongekommen. Als kleines Souvenir des Spektakels ist nun unser Cockpit voll von Vogelscheisse.

Überall finden wir Spritzer, die grässlich nach Fisch riechen. Wir werden beide kaum getroffen, doch da es sowieso Zeit für eine ausgiebige Dusche ist, überwinde ich mich. 15.5 Grad, da ist man nachher wirklich wieder frisch. Der Skipper verschiebt seine Dusche auf wärmeres Wetter.

Die See hat sich mittlerweile regelrecht abgeflacht und die Wasserfarbe hat auf einen Schlag von blau auf grün gewechselt. Der Wind kommt von achtern und hat nach dem Kap ein bisschen nachgelassen. Da es nun aber auch weniger Wellen hat, machen wir immer noch guten Speed. Zwischenzeitlich schiebt uns sogar der Strom mit 1kn voran. Was für ein abwechslungsreicher Segeltag! Seit wir das Cockpit von den Wellen zurückerobert haben, verdoppelt sich dazu noch unsere Lebensfläche.

Während der Nacht widmen wir uns mehr dem Segeln mit Motor, als ohne. Die Windunterstützung lässt unsern Motor aufgehen. Es liegen 5.5 Kn bei 2200 Umdrehungen drin.

Heute Morgen haben wir den persönlichen Wetterbericht von Ron erhalten. Wir werden nun ohne Zwischenhalt durch die Strasse von Gibraltar fahren, da die Windverhältnisse in Ordnung sind. Es hat sogar eher zuwenig, als zuviel Wind. Wir dürfen mit einer lockeren Passage rechnen.

Martins Spekulieren auf eine wärmere Dusche geht schon heute auf. Es ist wieder schön warm und sonnig. Wir nähern uns dem Mittelmeer!

 

Spruch des Tages: 

Das Glück scheint uns geweiht,

das Kap Sao Vincente sich von der Schoggiseite zeigt.

Di, 15.6.10    Etmal: 133.9  nm    

 

Zmi: Knoblauchbrot mit Tomatensalat     Zna: Kartoffeln mit Salsichas und Spinat   Zwipf: Studentenfutter    Zmo: Cornflakes mit Früchten

Geangelt: - , 12 h

 

Am Nachmittag geht es mit der Unterstützung des Stroms mit 5kn in Richtung Tarifa. Es hat wenig Wind, wie es Ron vorausgesagt hat. Die Frachter kommen im Gänsemarsch daher.

Wenn man die Strasse zum richtigen Zeitpunkt einfährt hat man 9h günstigen Strom, erst danach folgen 3h Gegenstrom. Schon ziemlich früh, erkennen wir, dass unser Timing denkbar schlecht ist und dass wir Tarifa bei aufkommendem Gegenstrom erreichen. Viel ausrichten können und müssen wir nicht, weil es nur leichten Wind von achtern hat. So segeln wir einfach drauf los. In meiner Nachtschicht wechselt der Strom langsam die Richtung. Als wir bei einer Strömungslinie vorbeikommen, kann man sie regelrecht spüren. Der Autopilot kann den Kurs nicht mehr halten, weil sich Ranja gerade in die Strömung stellt. Die Wellen und der Wind schieben einen zwar nach Logge immer noch mit 5 kn nach vorn, auf dem GPS schaut aber nur noch 1kn raus. Während Martins Schicht sitzen wir während ca. 2h fast fest, bis sich die Strömungsrichtung ändert. Danach bessert es sich. Bei Gibraltar haben wir dann schon 2kn Mitstrom.

Dort ist bezüglich des Verkehrs die Hölle los. Die einen Frachter bleiben in der Strasse, andere aber kommen oder verlassen die Ankerplätze westlich und östlich des Felsens von Gibraltar. Wir zählen bis zu 30 Schiffe aufs Mal. Mit AIS, Radar und einem wachen Auge, lässt sich aber das Gewimmel gut beobachten, und wir geraten in keine Havarie.

Der Wind nimmt auf 22kn zu, genau von hinten. Dazu bleiben uns 2kn Strom erhalten. Somit sind wir nun mit 9kn unterwegs. Das ist fantastisch.

Um das morgige WM-Spiel Schweiz:Spanien schauen zu können, gehen wir nach zehn Tagen auf See wieder an Land. Wir wissen allerdings noch nicht wo.

 

Spruch des Tages: 

Die Strass von Gibraltar haben wir hinter uns gelassen

wir sind im Mittelmeer und können es selbst kaum fassen!

 

 

Mi, 16.6.10    Etmal: 78.1 nm      

 

Zmi: Penne mit Tomatensauce     Zna: Röschti mit Spiegeleier    Zwipf: Fruchtgummis    Zmo: -

Geangelt: - , 14h

 

Wir haben sehr viel Rückenwind und schiebenden Strom, so dass wir zeitweise über 10kn über Grund machen. Das hat sehr kurze und steile Wellen zu Folge, die als dann der Wind abgibt sehr unangenehm werden. So müssen wir trotz 12kn Wind die Segel bergen und den Motor zur Hilfe nehmen. Geplant war Almeria anzulaufen, als aber plötzlich der Wind mit Stärke 5 sich genau gegen uns wendet, beschliessen wir kurzerhand Almerimar aufzusuchen. Morgens um 0600 UTC machen wir am Willkommenssteg fest. Almerimar scheint ein grosser Ferienkomplex zu sein. Mit Hafen, Hotels, Restaurants, Bars,.... So werden wir heute bestimmt keine Schwierigkeiten haben uns das Spiel Schweiz - Spanien anzuschauen. Hopp Schwiz!!

 

Spruch des Tages: 

Es hatte viel Wind, wir reisten geschwind

nun endlich an Land, ein Bier in der Hand.