Überfahrt, 22.11. - 13.12.09
Dies sind alle Daily-Logs, die wir während der ARC geschrieben haben.
Sonntag, 22.11.09
Um 9 Uhr sind wir aufgestanden. Es gibt noch einige Sachen zu verräumen und seetauglich zu verstauen. Klar gönnen wir uns auch ein ordentliches Frühstück und eine letzte Dusche. Aus den Boxen der Texaco-Tankstelle dröhnt laut Musik über den ganzen Hafen.
Um halb 11 beginnen die ersten Schiffe auszulaufen. Es herrscht Feststimmung. Eine Guggenmusik kommt bei allen Stegen vorbei. Wir machen Ranja endgültig startklar. Jetzt darf nichts mehr im Cockpit lose herumliegen. Mit Ron, unserem Nachbarn, haben wir uns abgesprochen, dass wir erst um 12 Uhr auslaufen. Langsam leert sich auch unser Steg. Man winkt einander zu und wünscht sich eine gute Reise. In der Hafenausfahrt reihen sich die Schiffe eng hintereinander. Ron wirft die Leinen kurz vor uns los. Die Mooringleine am Heck hat er aus lauter Aufregung ganz vergessen. Wir können ihm gerade noch rechtzeitig zurufen. Auch uns ist es ein bisschen mulmig zumute. Es geht hektisch zu in der Ausfahrtsschlange. Auf den Wellenbrechern haben sich viele hundert Zuschauer eingefunden. Der Neuenburger, die Vorarlberger, die Schweden und Martin winken uns besonders zu.
Noch im Hafenbecken setzen wir das Grosssegel und fahren langsam auf die Startlinie zu. Sobald der Startschuss erfolgt, setzen wir die Genua 1 und fahren los. Dank Binnenrigg und Leichtwind erwischen wir einen super Start und holen sogar grosse Schiffe auf. Zahara von Ron und Cantare von den Schwedinnen verlieren wir schnell aus den Augen.
Mit der Zeit löst sich das Feld und auch die Anspannung auf. Einige Schiffe sind uns ziemlich nahe gekommen.
Per Funk erfahren wir, dass auf einer Schweizer Amel Coq au Vin gekocht wird und dass sie mit 9 kn unterwegs sind. Wir sind bescheidener unterwegs: 6.5 kn und aufgewärmte Spaghetti.
Wir weichen der Wind-Accelerationszone und dem Windschatten der Kanaren gegen Osten aus. Der Wind bläst mit 5 – 6 Bf und wir kommen zackig voran. Die Lichter der anderen ARC-Schiffe verlieren sich über die Nacht. Bereits am Montagmorgen sehen wir keine Schiffe mehr.
Montag, 23.11.09
Wegen des starken Windes hat es hohe Wellen und Schwell. Wir wollen den Wetterbericht von 12 Uhr runterladen und dann entscheiden, ob wir die Genua 1 durch die Genua 3 ersetzen müssen. Falls der Wind abnimmt lassen wir die Genua 1 stehen, nimmt er weiter zu müssen wir die Genua 3 setzen. Der Wind kommt dem Wetterbericht zuvor. Unsere betagte Genua 1 zerreist es zum letzen Mal. Das Segel ist entzwei. Das ist nicht gerade der Start, den wir uns erwünscht haben. Die Genua wäre unser Trumpf bei mittelstarkem Wind gewesen und hätte uns einen grossen Teil über den Atlantik ziehen sollen.
Es bleibt uns nichts anderes übrig als die kleinere Genua 3 zu setzen und die Genua 1 an die Fussreling zu bändseln. Den ganzen Tag hat es viel Wind und hohe Wellen. Martin erwischt die Seekrankheit und muss sich einmal übergeben. Nach dem Nachmittagsschlaf geht es ihm wieder besser. Mirjam geht es gut, ausser dass sie nicht den grössten Appetit hat. Wir werden uns ans Schaukeln gewöhnen müssen.
In Martins Nachtwache kommt ein Vogel zu Besuch. Nachdem er aber zweimal ins Cockpit geschissen hat, hat der Schwarzfahrer die Möglichkeit verspielt und muss schleunigst über Bord.
Dienstag, 24.11.09
Heute haben wir den Salat am Mittag mehr geniessen können. Wir haben via ARC-Office erfahren, wo Ron und Cantare sind. Wir sind alle in etwa gleich auf, obwohl wir eindeutlich die südlichste Route genommen haben. Als der Wind nachlässt, baumt Martin die Genua aus und wir fahren mit dem Gross Schmetterling. Zuerst ist der Kurs zu südlich und wir müssen bald schon shiften. Danach ist der Kurs etwas besser. Man hat beim Segeln mit Schmetterling nicht so viele Möglichkeiten. Wir trauern etwas unserer Genua 1 nach, ohne sie ist die Passatbesegelung nämlich unmöglich geworden.
Zum Znacht gibt es ein seglerisches Festtagsmahl. Frische Rüebli, Albondigas und Stocki. Wir haben uns an die Wellen gewöhnt und können richtig zugreifen. Am Abend frischt der Wind auf und wir machen viel zu viel Speed, als dass es noch gemütlich wäre. Es rumpelt ungeheuer und der Schreck der zerrissenen Genua 1 liegt uns immer noch im Nacken. Keinem von beiden gelingt es in den Nachtruhen richtig zu schlafen. Zum Glück erholt man sich auch beim Dösen.
Mittwoch, 25.11.09
Wir sind fleissig am Abfall trocknen und essen uns durch die zu schnell reifenden Früchte. 5 Avocados waren schon fällig. Ausser einer zerdrückten Banane ging aber noch nichts über Bord. Heute Nachmittag gibt es Kakis.
Um etwas mehr Kurs Richtung West zu machen, shiften wir die Genua und fahren nun beide Segel auf der gleichen Seite. Der Kurs ist ruhig aber nicht befriedigend, weil die Genua im Windschatten des Gross nicht optimal steht. Über den Nachmittag kommen wir viel zum Lesen. Zum Znacht gibt es die Resten vom Vortag und wir schneiden den Biber vom Max an. Mega fein!
Bevor es dunkel wird, d.h. um 18 Uhr bergen wir das Grosssegel um hoffentlich diesmal eine ruhigere Nacht zu haben. Mirjam übernimmt die Schicht bis 1 Uhr, Martin macht danach bis 8 Uhr. Im Cockpit ist es pflutschnass, weil Wind und Gischt immer wieder den Weg ins Cockpit finden. Wir haben die Schotten nun immer geschlossen. Dies schützt vor Feuchtigkeit, macht aber das Ein- und Aussteigen aus dem Mittschiff schwieriger. Während der Nacht sehen wir unzählige Sterne, aber keine Schiffe. Wir kämpfen manchmal gegen die Müdigkeit. Zum Glück piepst die Casio-Uhr alle 20 min zum Aufruf für den Rundumblick und zum Check des Kurses und der Segel. Die Uhr piepst auch während des Tages, da man schnell mal die Zeit vergisst. Derjenige der die Watch trägt hat die watch.
Donnerstag, 26.11.09
Ein Rührei mit Speck stärkt uns am Morgen. Diesen verbringen wir Klatschheftli lesend. Als die Sonne mal eine Lücke durch die Wolken gefunden hat, gönnen wir uns eine Süsswasserdusche im Cockpit. 2 Liter pro Person reichen aus. Die Genua 1, die wir seit dem Riss nicht mehr angerührt haben, lassen wir auf dem Vorschiff trocknen. Wir haben den Wendekreis des Krebses letzte Nacht überschritten, aber von tropischem Klima ist nichts zu spüren. Wir freuen uns darauf, dass wir unser Ölzeug gegen die Badehose austauschen können.
Am Nachmittag gönnt sich Martin ein Schläfchen und Mirjam kann ihr Buch nicht weglegen. Der Wind hat nachgelassen und wir machen noch knapp 5 kn Fahrt.
Vor dem Znacht wollen wir etwas Neues ausprobieren. Die Hightechgenua, die wir seit dem Mittelmeer nicht mehr gebraucht haben, wollen wir fliegend und ausgebaumt fahren. Wir können sie vor dem Wind nur fliegend fahren, weil sonst das Segel zu stark am Bugkorb scheuern würde. Genua 3 bergen und Hightechgenua setzen ist eine ganze Menge Arbeit. Aber das Resultat lässt sich sehen. Unser improvisierter Gennaker zieht uns sofort mit über 6 kn. Wir sind stolz auf unser Werk. Der untere Teil des Segels ist leider auch nicht mehr der jüngste. Wegen der vielen Falten und spröden Stellen haben wir nicht den Mumm das Segel über die Nacht oben zu lassen. Gerade noch vor dem Eindunkeln haben wir das Ganze wieder rückgängig gemacht. Zum Znacht gibt es Peperroni-Couscous mit Bockwürsten. Die Nacht ist durch die langsame Fahrt relativ ruhig und wir können besser schlafen. Auf den Nachtschichten sitzen wir beide mit der Stirnlampe und Buch im Cockpit. So vergeht die 6-h-Nachtwache wie im Flug.
Freitag, 27.11.09
Heute ist die Temperatur angenehmer. Die Badehosenzone kommt eindeutig näher. Zum Zmorge gibt es Kiwi-Bananen Müesli. Die Bananen sind jetzt alle reif, d.h. die Bananenwoche ist eröffnet. Leider sind die Kiwis auch schneller reif geworden, als erwartet. In den nächsten Tagen wird es uns an Vitaminen kaum fehlen.
Nach dem Mittag versuchen wir nochmals die Hightechgenua zu setzen, nachdem wir sie präventiv an den Problemzonen mit Tape gestärkt haben. Die ganze Aktion ist ein echter Kampf. Noch bevor sie richtig steht, löst sich aus unerklärlichen Gründen die Rolle aus dem Spibaumnock. Die Genua killt. Aus Angst um das Tuch und das gesamte Rigg bergen wir sie blitzschnell und begraben das Thema Hightechgenua endgültig. Für die Überfahrt gibt es nur noch eins, nämlich Parasailor oder ausgebaumte Genua 3. Schmetterling ist uns mit den hohen Wellen zu heikel, da das Grosssegel trotz Bullentalje immer mal wieder backstehen möchte.
Segeln mit unserer Ranja ist schon schön, doch eine Rollanlage mit Passatbesegelung wäre eine gute Investition gewesen.
Am Nachmittag hat es wenig Wind. Doch für die zwei verbleibenden Stunden möchten den Parasailor nicht mehr setzen. Dafür bleibt Zeit für einen aufwändigeren Znacht. Die Omeletten mit Gemüse-Pilz- und Corned Beef-Füllung schmecken vorzüglich.
Über die ganze Nacht hat es wenig Wind, so dass wir nur 4.5 Kn Fahrt machen. Andere Segelschiffe sind auch nicht viel schneller unterwegs. Ein Positionslicht eines Segelschiffes begleitet uns mehrere Stunden durch die Nacht.
Samstag, 28.11.09
Fertig mit der Trödelei. Um neun hissen wir den Parasailor. Anstatt der 4 kn Fahrt machen wir nun 6-7 kn. Das ist Balsam für die Seglerseele. Martin macht sein alltägliches Schläfchen heute am Morgen, Mirjam liest sich durch die Klatschheftchen. Am Mittag rechnen wir das letzte Tagesetmal aus (gesegelte Strecke von 12 Uhr – 12 Uhr gerechnet). 114 nm ist unser Minusrekord. So gelangen wir nie nach St. Lucia. Unser Schnitt liegt sonst bei 130 nm oder mehr. Dank Norbert, Cornelia und Claudia wissen wir immer aktuell, wo sich unsere Mitstreiter befinden. Gerade haben wir erfahren, dass ihr letztes Etmal auch nicht grösser ist. Das tat gut.
Zum Zvieri gibt’s einen Bananenmilkshake Deluxe. Es sieht nun einiges besser aus mit unserem Bananenvorrat. Die letzten sechs wissen wir sicher auch noch zu verwerten.
Der Wind dreht seit dem Nachmittag immer mehr nach Ost, so dass wir jetzt platt vor dem Wind fahren können. Auf der Ranja herrscht emsiges Treiben. Wir füllen die leeren Tanks mit der Entsalzungsanlage, tippen Berichte, schrauben an der Windfahnensteuerung rum und trimmen den Parasailor fortlaufend. Da mit dem Parasailor alles rund läuft, wollen wir ihn auch in der Nacht, solange wie möglich oben lassen. Darum bergen wir ihn vorerst kurz, um das Fall und den Spibaum zu kontrollieren. Die Belastung auf das Material ist nämlich immens. Wir staunen nicht schlecht, unser Spifall ist schon halb durchgescheuert. Der Spibaum hat der Belastung ohne Schäden standgehalten. Nachdem wir das Fall gekürzt haben, ziehen wir den Parasailor so hoch als möglich, damit es weniger scheuern kann.
In der Nacht werden wir auf ein klackerndes Geräusch im Mast aufmerksam. Es hängt mir dem Spifall zusammen, was uns veranlasst den Parasailor zu bergen. Also geht es etwas gemächlicher mit der Genua 3 durch die Nacht.
Sonntag, 29.11.09
Unser Müesli ist heute der Hit. Es kann in Sachen Früchteauswahl locker mit den besten Hotelfrühstücksbuffets mithalten.
Der Wind hat jetzt sogar etwas über Ost gedreht, so dass wir die Genua 3 momentan nach Luv ausgebaumt haben.
Heute sind wir seit einer Woche unterwegs. Seit dem dritten Tag ist die Seekrankheit kein Thema mehr und wir fühlen uns wohl.
Man spürt nun den Süden, denn mittlerweile ist es richtig warm geworden und die Westrichtung lässt die Sonne jeden Tag etwas später auf- und untergehen. Wir haben einen guten Rhythmus gefunden und die Zeit vergeht wie im Nu.
Wir machen Sonntagsprogramm und lesen viel. Martin fährt den Angelhaken aus, muss ihn aber leider nach einer Stunde schon wieder einholen, weil der Wind immer mehr auffrischt. Anstelle des Fisches öffnet er dann halt unsere Kokosnuss. Wir müssen uns nämlich langsam auf die Karibik einstimmen. Deftiges Gulasch und Kartoffeln bringen uns dann zum Znacht wieder einen Schritt zurück. Zwar passt das Gericht eher in die hoffentlich verschneite Schweiz, doch uns schmeckt es auch auf dem Meer hervorragend. Im Verlaufe des Tages kriegen wir viele SMS aufs Iridium. Wir freuen uns riesig, wenn das Iridium jeweils piepst.
In der Nacht ist es recht ungemütlich. 5-6 Bf Wind (Böen 7 Bf). Um 3 Uhr nachts entdecken wir ein Schiff steuerbord voraus, das wir bis am Morgen ganz langsam überholen. Zurzeit fährt es auf dem gleichen Kurs wie wir.
Wie sieht es eigentlich mit Tieren aus? Ab und zu schauen Seevögel vorbei, die ein paar Mal ums Schiff kreisen. (Den Schwarzfahrer mal ausgeschlossen.) Da wir keine Fischer sind, ziehen sie danach wieder weiter. Je länger desto mehr entdecken wir fliegende Fische. Einigen gelingt es über mehrere Wellen hinaus zu fliegen. Das war es leider schon. Das Mittelmeer kann bis jetzt in Sachen Tiere mithalten.
Montag, 30.11.09
Der Wind hat seit der Nacht nicht nachgelassen. Die Wellen werden immer grösser. Ranja schlingert wie eine schwangere Ente durch die Wogen. Nach dem Zmorge erledigen wir unsere Ämtlis. Mirjam räumt ab, füllt die Wasserflaschen ab und kontrolliert das Frischzeugs. Martin checkt die Segel, das Rigg, das laufende Gut und befördert die Bruchpiloten der fliegenden Fische von Bord. Den ganzen Nachmittag über hat es viel Wind und hohe Wellen. Wir beobachten diese Naturgewalten und versuchen spektakuläre Wellen oder fliegende Fische zu fotografieren. Weder das eine noch das andere gelingt wirklich zufrieden stellend. Ein netter Zeitvertreib ist es aber allemal, weil in dem Geschüttel und Gespritze Lesen unangenehm ist. Zudem versuchen wir beide noch etwas Schlaf von vergangener Nacht nachzuholen, was sich aber auch als schwierig erweist.
Am Abend organisieren wir die Küche neu. Dem Gekläpper von der letzten Nacht machen wir ein Ende. Überall kommen Antirutschmatten zum Einsatz. In den WC-Türen klemmen jetzt Martins stinkige Socken. Es hat genützt. Wahrscheinlich sind die Türen jetzt ohnmächtig und geben deshalb keinen Laut mehr von sich.
Bevor wir die Nachtwachen starten, haben wir den Kurs 10 Grad nach Süden gelegt, um einer möglichen Störung mit Westwinden Ende dieser Woche auszuweichen. Es wird eine ruhige Nacht mit weniger Wind, Wellen und natürlich ohne Gekläpper.
Dienstag, 1.12.09
Mit Mandarinli am Zmorge und dem ersten Adventspäckli von Familie Rohners Adventskalender, stimmen wir uns in den Advent ein. Danach holt uns der Überfahrtsalltag wieder ein. Tagebuch schreiben und lesen. Um 12 Uhr UTC müssen wir unsere Position melden und können den Wetterbericht empfangen. Nach einem kurzen Lunch setzen wir den Parasailor. Leider sind wir noch keine Regattacrew. Auf dem Vordeck herrscht jeweils totales Leinenchaos und die zwei herumliegenden Segel versperren viel Platz. Erst beim dritten Mal Hochziehen passt dann alles perfekt. Den Znacht, Cinque Pi mit Aubergingenwürfeli und Bratwürsten, schlingen wir hastig hinunter, denn der Wind ist am Auffrischen und wir krängen sehr stark. Bis alles verräumt ist, ist es bereits dunkel. Wir sind ziemlich geschafft. Der Wechsel von Genua 3 auf den Parasailor ist ein harter Brocken Arbeit. Das haben wir uns viel einfacher vorgestellt. Als Bettmümpfeli für Mirjam gibt es die erste Adventsgeschichte und Martin schiebt die erste Wache. In der Vollmondnacht ist alles ruhig. Wir sind alleine in weiter Ferne.
PS: Kleiner Nachtrag. Wir haben uns gerade hintersinnt, ob wir gestern wirklich so wenig gemacht haben. Eins haben wir natürlich vergessen. Wir haben uns nämlich eine ausgiebige Salzwasserdusche gegönnt. Alltagsdinge von zuhause sind auf See viel anstrengender und dauern wegen der ständigen Bewegungen des Schiffes einfach viel länger.
Mittwoch, 2.12.09
Der Vollmond geht unter und gegenüber geht gleichzeitig die Sonne auf. Dies und der schwächelnde Wind der Nacht veranlassen uns zu Morgengymnastik. D.h. Einmal Genua runter, Parasailor hoch. Doch mitten im Geschehen fallen starke Böen ein und lassen das Rigg heulen. Deshalb setzen wir erneut die Genua. Zurück im Cockpit können wir unseren Augen nicht trauen, der Wind nimmt wieder ab! Vorerst haben wir aber die Schnauze voll und gönnen uns eine Auszeit. Der frische Bananen-Mango-Lassi ist eine Wohltat und das zweite Adventspäckli dürfen wir ja auch noch öffnen. Schutzengel und Krafttee, das können wir gerade gut gebrauchen.
Nach Tee mit Cantucci können wir uns wieder motivieren den Parasailor zu setzen. Wir machen trotz wenig Wind gute Fahrt. Bei räumlichem Wind stabilisiert der Parasailor sehr gut. Wir sind glücklich. Diesen Nachmittag brennt die Sonne stark ins Cockpit. Mit Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille schirmen wir uns möglichst ab. Wir lesen viel.
Bei der Zubereitung des Znachts nimmt der Wind zu und Ranja wird zickig, d.h. sie krängt mehr als den ganzen Tag zuvor. Dabei geht ein aufgeschlagenes Ei auf Reisen. Es landet in der Hundekoje. Nachdem Mirjam den Frust abgelassen hat, geniessen wir die Spiegeleier mit Bratkartoffeln im Cockpit. Entgegen des Wetterberichtes ist der Wind viel zu stark. So müssen wir den Parasailor bergen, sonst gingen wir über die Nacht unnötiges Risiko ein. Wie zu erwarten, lässt etwas später der Wind nach. Die ganze Nacht über bläst der Wind mit 12-17 Kn, perfekt für den Parasailor, zu schwach für die kleine Genua 3. Da wir in der Nacht keine Segel mehr wechseln, sind wir recht gemütlich unterwegs. Viel Schlaf. J
PS: Ab und zu sehen wir winzige (3 cm) fliegende Fische. Wir fragen uns, wo die zur Welt kommen. Auf dem Meeresgrund? Freischwebend mittendrin? Wir haben keine Ahnung. Über die Antwort aufs Iridium würden wir uns sehr freuen. Ran ans Googeln! Merci.
Donnerstag, 3.12.09
Heute brauchen wir Nerven wie Ranjas Wanten, nämlich aus Stahl und 8 mm Durchmesser. Angefangen hat der Tag an dem wir die Halbstrecke feiern gemütlich. Wir bergen bei wenig Wind die Genua und nehmen mitten im Atlantik ein Bad. Wassertiefe mehr als 4 km, nächstes Land 1500 km, Wassertemperatur 25 Grad.
Es weht perfekter Parasailorwind, darum machen wir uns gleich darauf ans Setzen. Als Martin den Bergeschlauch hochzieht, ist alles verdreht und verwickelt, aus dem Tragflügel ist ein grosser Knäuel geworden. Was ist da los? Stirn in Falten legen, runterziehen, den Lieken nachfahren, Schoten umknöpfen, hochziehen, grübeln, runterziehen, doppelt drehen, den Lieken nachfahren, Schoten umknöpfen, hochziehen, den Augen nicht trauen, runterziehen, retour drehen, halber Parasailor auspacken, den Lieken nachfahren, Schoten umknöpfen, einpacken, hochziehen, …….
Wir waren nahe dran aufzugeben. Warum es beim vierten Mal dann endlich geklappt hat, wissen wir nicht. Da hatten wahrscheinlich alle unsere Glücksbringer und Schutzengel die Finger im Spiel.
Am Nachmittag hat es sehr wenig Wind. Beinahe zu wenig für den Parasailor. Doch diesen nehmen wir nicht mehr so schnell wieder herunter. Die Sonne scheint so stark, dass wir das erste Mal das Sonnendach aufbauen. Jetzt haben wir endlich Zeit um unsere Mittatlantikparty zu feiern. Mit Sekt und Panettone verwöhnen wir uns. Den ganzen Nachmittag, hatten wir die Angelrute draussen. Es hat aber nur ein 20 cm Thunfisch angebissen, dem wir die Freiheit wieder schenkten. Bis jetzt waren wir mit Fischen ziemlich zurückhaltend, zum einen weil der Kühlschrank immer noch voll war und zum anderen, weil wir auch ein bisschen Respekt haben, einen zu grossen Fisch rauszuziehen. So gibt es zum Znacht anstatt frischen Fisch, Fajitas gefüllt mit frischem Gemüse und einer Dose Chili con Carne.
Erst als es eindunkelt, frischt der Wind auf. In Mirjams Wache bis ein Uhr, machen wir mit dem Parasailor eine rauschende Fahrt von über 6 kn. Der Schichtwechsel kommt dann gerade rechtzeitig, weil der Wind auf 20 kn auffrischt. Raus aus der Koje, rein ins Vergnügen, heisst das für Martin. Das Bergen und Setzen der Segel läuft einwandfrei uns so zieht uns die Genua 3 etwas gemütlicher durch die Nacht.
PS: Vielen Dank, Manuela und Roland, für die Antwort auf die fliegenden Fische. Sie kleben den Laich an schwimmende Teile, wie Treibholz und Algen, und kommen demnach mitten im Atlantik zur Welt. Ist sehr interessant.
Freitag, 4.12.09
Heute sind wir einfach schlicht und einfach zu faul um den Parasailor zu setzen und dümpeln mit 4.5 – 5 kn, max. 5.5 kn durch den ganzen Tag. Dafür haben wir erfolgreich gefischt. Wie man uns aus dem Mittelmeer gelernt hat, lassen wir den Silch 100 m hinaus. Nach vier Stunden beisst ein kleiner Thunfisch an. Als wir ihn bis auf 20 m herangeholt haben, beisst er sich los. Zum Glück ist der Köder noch dran, den wir darauf gleich einziehen, um ihn zu kontrollieren. 3 m vor dem Schiff macht es Schwupps und ein neuer Thun hängt dran. Diesen haben wir schnell eingeholt und nehmen ihn aus. Um den blutverschmierten Köder zu waschen, hängen wir ihn nochmals kurz über Bord, so dass er kaum das Wasser berührt. Schwupps! Keine fünf Sekunden später hängt der nächste Thunfisch am Haken. Von wegen 100 m Leine. Schlussendlich hat der neuseeländische Fischer auf der Erasmos 2 recht: 20 -30 feet are enough!
Wir sind sicher, dass wir wie aus dem Regal des Supermarktes, noch mehrere Fische hätten rauspflücken können. Wie die Indiander nehmen wir soviel, wie wir essen können.
Die zwei Fische waren dann zum Abendessen doch etwas zuviel. Morgen gibt es einen Thun-Reissalat.
Samstag, 5.12.09
Seit Gran Canaria haben wir fast 30 Längengrade überquert, was zur Folge hat, dass 1200 UTC nicht mehr um 12 Uhr, sondern um 10 Uhr Bordzeit ist. So haben wir es am Morgen immer strenger. Morgenessen, Bericht schreiben, Position melden, alles vor 10 Uhr! Dafür werden die Nachmittage immer länger. Heute war es schon fast ein wenig langweilig. Weil der Wind immer um 16 Knoten pendelt haben wir den Parasailor wieder nicht gesetzt. Nur mit Genua 3 kommen wir etwas langsam voran, das ist ärgerlich, aber schlussendlich kommt es ja nicht darauf an, ob wir einen Tag früher oder später ankommen.
Am Nachmittag wollten wir Fische anlocken mit Ködern ohne Haken, aber es sind keine gekommen. Wahrscheinlich wurden sie von Mirjams Ukulelen-Musik verscheucht. Zum Znacht gab es Spaghetti Carbonara. Schiffe haben wir seit 5 Tagen nicht mehr gesehen.
PS, Claudia: SMS kommen auch ohne die Email Adresse an. Die braucht’s nur, wenn wir direkt zurückschreiben wollen.
Ich weiss nicht, ob es eine klare Definition von Course und Heading gibt. Aber ich verstehe das so, dass Course der Kurs von der aktuellen Position nach St. Lucia ist, und Heading der aktuelle Kurs des Schiffes.
PS, Eltern/Carmen: Wir werden wie es aussieht nichts mehr zur Bestellliste hinzufügen.
Sonntag, 6.12.09
Mirjam backt am Morgen früh Zopf für den Samichlausbrunch. Da wird aufgetischt! Frischer Zopf, Confi, Butter, Mostbröckli, Landjäger, 3-min-Ei, Gurken, La vache qui rit und Melone.
Am Nachmittag setzen wir den Parasailor. Leider müssen wir ihn nach zwei Stunden schon wieder einpacken, da Gewitterwolken heranbrausen. Etwas mehr Wind, wenige Tropfen – die Wolken sind schell vorbeigezogen. Wir kämpfen gegen die Eintönigkeit mit Lesen, Würfeln Ukulele und Schach spielen.
Den Rest des Tages und der Nacht hat es viel Wind. 5-6 Bf, so läuft es auch mit der Genua 3 gut.
Montag, 7.12.09
Heute ist eine ausgiebige Salzwasserdusche fällig. Zum Duschen nehmen wir einen Eimer Wasser ins Cockpit und seifen uns im Sitzen ein. Wegen den starken Bewegungen kann man eigentlich nie stehen. Am Schluss spült man sich mit dem Ösfass, einem Wasserschöpfer ab.
Man fühlt sich nachher um einiges frischer.
Den ganzen Tag hat es den anhaltenden starken Wind. In der Nacht jagen uns dunkle Wolken nach, sogenannte Squalls. Squalls sind Regenwolkenböen, die bis ans Wasser runterreichen. Vor und in den Squalls kann es sehr hohe Windgeschwindigkeiten geben, bis zu 50 kn. Nach dem Starkwind folgt dann der Regen und der Wind nimmt ab. Der erste Squall erreicht uns beim ersten Schichtwechsel um 1 Uhr. 28 kn Wind und danach kurzer, kräftiger Regen. Der zweite Squall streift am Morgen vorbei. 30 kn Wind, danach wenige Tropfen, riesiger Regenbogen. Unsere kleine Segelfläche mit der Genua 3 lässt es bis jetzt zu, dass wir jeweils nichts ändern mussten. Auch der Windpilot leistet gute Arbeit und steuert uns zuverlässig durch die anrückenden Wolken. Wenn es regnet, können wir uns sogar ins Mittschiff verziehen.
Ron hat es auf seiner Homepage angetönt. Unter den drei kleinsten Schiffen, Zahara, Cantare und uns läuft ein internes Rennen. Wir haben zurzeit noch die Nase vorn. Zahara ist ziemlich weit in den Süden gestochen und macht jetzt mit mehr Wind und Strom täglich Boden gut. Cantare sollte eigentlich keine Gefahr mehr werden. Aber was schreiben wir, ihr könnt das ja von zuhause besser beurteilen als wir. Fiebert mit, haltet uns die Daumen und teilt uns eure Strategie mit. Merci.
PS, Carmen: Die aufgeschriebenen Schrauben, sind eigentlich Muttern. Hoffentlich bekommt ihr die noch bis am 13.
Dienstag, 8.12.09
Sobald die Sonne wieder kräftig scheint, verziehen sich die Squalls wieder. Aber der Wind weht stets beständig mit 18 – 24 kn. Am Mittag gönnen wir uns Hotdogs aus Frischbackbrötchen und Würstchen aus dem Glas. Sogar Ketchup und Senf haben wir.
Von unseren Vorräten haben wir vielleicht ein Drittel gegessen. Nicht dass wir so wenig essen würden, wir haben wohl eher etwas zu grosszügig eingekauft. Die Früchte gehen langsam zur Neige. Wir haben aber immer noch Äpfel, Orangen, Zitronen und eine Melone. Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten und etwas Ähnliches wie eine Zucchetti verbleiben noch beim Gemüse. Dies alles hält sich sehr gut.
In der Nacht begleiten uns wieder ein paar Squalls, aber zum Glück erwischt uns keiner heftig. Seit 9 Tagen haben wir das erste Mal wieder Schiffe gesehen. Auch Seevögel sieht man wieder häufiger. Ein Zeichen, dass wir uns langsam aber stetig dem Land nähern.
Mittwoch, 9.12.09
Heute ist der Passatwind überhaupt nicht nett, ändert ständig seine Richtung und Stärke. Darum müssen wir andauernd den Kurs überprüfen und den Windpilot einstellen. Der Wind ist böig, aber nimmer noch ok für die Genua 3. Immerhin müssen wir uns nicht überlegen, ob wir den Parasailor setzen wollen. Zudem machen wir ein anständiges Etmal von 127 nm. Das wäre übrigens der Schnitt, den wir brauchen um am Montag um 12 UTC in St. Lucia anzukommen.
Den Nachmittag verbringen wir rätselnd, würfelnd, lesend und dösend. Mirjam gewinnt ständig.
Weil es regnet, essen wir den Znacht (Gemüsecouscous mit Schinken) nicht wie gewohnt im Cockpit, sondern drinnen. Danach entdecken wir zwei Regenbögen und verfolgen einen spektakulären Sonnenuntergang.
In der Nacht sind wir immer noch zügig unterwegs. Es ist aber angenehmer und beruhigender, weil es kaum Wolken hat und somit die Möglichkeit von Squalls sehr gering ist.
Der Mond geht jetzt erst am Morgen auf, was eine stockfinstere Nacht beschert. Dafür sieht man die Sterne umso besser.
Donnerstag, 10.12.09
Der Wind bläst heute nochmals etwas stärker, 20-30 kn. Damit werden die Wellen höher und das Leben an Bord schwieriger.
„Verfluchter, blöder Ozean, … grosskotziges Arschloch von einem Ozean. Dieses Getue mit den Wellen – schaut her was ich für Riesenwellen machen kann. …Was meint der eigentlich wer er ist? Elvis Presley vielleicht? Rambo oder George Bush oder was? …Der soll mich kennenlernen! Wenn ich mit dem fertig bin, ist er schlapp wie das Mittelmeer! In Rimini.“
Manchmal spricht uns Jack oder Joe aus Alex Capus’ Roman „Glaubst du, dass es Liebe war?“ regelrecht aus der Seele. Beim Kampf mit dem Ozean zieht aber Jack oder Joe den Kürzeren: „Als der Ozean mit ihm fertig war und ihn wieder ausspuckte, war er nackt und hatte kaum noch Haut am Leib. Hals- und Wirbelsäule waren mehrmals gebrochen, die Glieder seltsam verdreht, und Mund, Nase und Ohren waren satt mit Sand verstopft.“
Aus dem Grund lassen wir es mit Fluchen und wagen es nicht unsere Fäuste gegen den Ozean zu erheben. Sehen wir es lieber positiv. Es gibt wieder ein super Etmal von 135 nm, der Regen spült das Salz vom Schiff, wir brauchen nie mehr die Segel zu wechseln und können es rechtfertigen am Tag noch ein bisschen häufiger zu schlafen.
Freitag, 11.12.09
Wir haben uns wieder mit dem Meer versöhnt, denn Wind und Wellen haben etwas abgenommen. Trotzdem rasen wir immer noch dem Ziel zu. Es gibt ein Tagesetmal von 135 nm. Weil wir immer noch keine Delfine gesehen haben, lassen wir unserem Geschenk aus Plastik eine Weile Auslauf, dabei ziehen wir ihn hinter uns her.
Wir spielen auch Dog, wobei das Spielbrett sicher zweimal auf den Boden fällt. Willkommen im Bordalltag. Irgendwo haben wir die Jokerkarten verhühnert, aber es lässt sich auch mit Jasskarten spielen. Spielen zu zweit ist ok, wir freuen uns aber auf den Besuch von Carmen und Ivo.
Am Abend sehen wir ein Segelschiff am Horizont, das uns prompt später anfunkt. Wir quatschen eine Weile. Die Überführungscrew des 50-Fuss-Katamarans sind sympathische Württemberger. Sie wollen Martinique von Teneriffa aus in 17 Tagen erreichen. Da sind sie etwas schneller unterwegs und wir verlieren sie darum aus den Augen.
Die Welt ist klein, mitten im Atlantik trifft man auf ehemalige Bodenseesegler.
Samstag, 12.12.09
Viel Wind und Wellen, einige kurze Regenschauer und eine handvoll Wellen, die das Cockpit nass spritzen, halten uns heute echt auf Trab. Die Ukulele und Gesellschaftsspiele bleiben darum im Schiff verstaut. Wir können von Brunos spannenden Krimis die Finger nicht lassen, müssen sie aber immer wieder vor dem Wasser in Sicherheit bringen.
Manchmal legen uns die Wellen unvoraussehbar fast ab. Dabei machen es die Haferflocken, wie die Kollegen vom Schnee. Sie berieseln die ganze Küche und die Hundekoje. „Bei diesen Bewegungen haben wir uns auch schon ein paar „Bläuele“ geholt. Aber schon bald sind wir ja diese „Sörgeli“ los.
Zum Zmittag gibt es die letzten Tomaten und zum Znacht heitern uns Röschti und Spiegelei auf. In der Nacht nimmt der Wind teilweise ab. Die Wolken sind am Anfang immer noch pechschwarz, haben sich aber nach drei Spritzern ausgeweint und lösen sich dann vollständig auf und machen den Blick frei für einen kristallklaren Sternenhimmel. Unzählige Sternschnuppen, Martin beobachtet eine, die sogar alle Wolken und das Meer beleuchtet, gute Musik im Ohr und das rauschende Meer im Hintergrund machen die Nachtwache wunderschön, einmalig.
Schlussbericht
Um 22.55 Uhr haben wir am Sonntag, 13.12.09, die Ziellinie überquert. Wir hatten den ganzen Tag viel Wind und sind darum so früh angekommen. Zwischen dem Bergen der Genua 3 und Setzen der Fock, haben wir ohne auch nur ein Segel oben zu haben, 3.5 kn gemacht. So viel Wind hatte es! Die Segel haben wir im Dunkeln bergen müssen und wir waren froh, dass uns ein Schiff den Weg in den Hafen gezeigt hat. Am Steg haben uns Leute der ARC und vom Tourismusbüro von St. Lucia sehr herzlich empfangen. Nach dem Ankunftspunsch sind wir todmüde, aber überglücklich in unsere Kojen gefallen.
Carmen und Ivo haben wir dann am nächsten Tag getroffen. Es gab viel zu erzählen. Wir haben in diesen ersten Tagen einklariert, ausgeschlafen, das Schiff geräumt und viele Leute getroffen. In der Zwischenzeit sind nämlich auch Zahara und Cantare angekommen. Gestern Abend gab es ein riesiges Fest, weil nun alle Crews im Hafen sind. Heute Abend gehen die drei kleinsten Schiffe miteinander essen, um auf den Sieger des internen Rennens anzustossen. 21 Tage 13 Stunden 55 min / 2800sm, da haben die andern nicht mit uns mithalten können. Wir sind stolz auf unsere Leistung und froh in der Karibik angekommen zu sein.
Merci fürs Mitfiebern und Daumendrücken. Dies ist der letzte Bericht auf der ARC-Homepage. Wie es weitergeht, erfährt ihr wieder direkt auf unserer Homepage. Wir werden in den nächsten Tagen mit Carmen und Ivo die Insel erkunden.